Reisetipps: Das 1×1 vom Glamping in Tansania

Reisen ist für mich mehr als unterwegs sein. Es geht auch darum an einem Ort anzukommen, an dem man sich zuhause fühlt ohne das Gefühl der Spannung, des Entdeckens zu verlieren. Einmal aus der Routine auszubrechen, ohne die Komfortzone komplett zu verlassen. Beim Glamping klappt das finde ich besonders gut, denn im Zelt in der Natur schlafen ist so völlig anders als zuhause. Doch dank der Luxusvariante mit Daunenbett und Sonnendeck fühlt man sich vom ‘Erlebnis: Wildnis’ nicht komplett überfordert – genau die richtige Kombination aus Glamour, Luxus, Camping und Wildnis.

Die schönsten Glampingerlebnisse habe ich bisher in Tansania erlebt. Mitten in der Serengeti (oder einem anderen der weltberühmten Nationalparks), umgeben von den verschiedenen Wildtieren, die durchs Land streifen, da beginnt die Safari vor deiner Zelttür. Und damit beim Glampingurlaub in Afrika auch alles gut geht, habe ich dir hier meine Toptipps zusammengefasst.

1) Auswahl des Camps

Es gibt in Tansania sechzehn Nationalparks – ja 16! Und jeder ist anders. Auch gibt es bei jedem die Möglichkeit ein paar Tage in einem Zeltcamp zu verbringen, um eben jenes unvergessliches Safarierlebnis zu haben. Die Serengeti ist das Zentrum der Tiermigration, die riesigen Herden, die dem Regen folgen, die Ngorongoro Conservation Area liegt an einem der größten Einbruchkrater der Welt, in den Mahale Mountains kannst du zu Schimpansen trekken und das wasserreiche Selous Game Reserve ist Heimat für riesige Hippos. Du kannst dir bereits vorstellen, dass die Auswahl deines Glamping-Camps ganz davon abhängt, welche(n) Nationalpark(s) du gerne besuchen möchtest. Schön sind sie alle.

Reisetipp Glamping in Tansania Greystoke Mahale Camp Serengeti Camp | Julia Malchow

Generell gibt es aber ein paar grundlegende Unterschiede zwischen den Camps, die bei der Entscheidung helfen können:

Ist das Camp an einem festen Ort oder mobil? Der Vorteil eines festen Camps ist natürlich, dass die Infrastruktur sehr nahe an die eines Hotels rankommt, denn die erbauten Strukturen können deutlich massiver sein. Das reicht von einfachen Strom- und Wasserleitungen, bis hin zu traumhaften Infinity Pools. Hier werden die Canvas-Zelte auch gerne mal durch offen gestalteten Hütten ersetzt. Mobile Camps hingegen wirken auf den ersten Blick ‘improvisierter’, bieten jedoch die Möglichkeit den Migrationsrouten der Wildtiere zu folgen. Damit sind die Chancen auf Sichtungen jeglicher Art und das Gefühl mittendrin zu sein garantiert größer.

Liegt das Camp im oder außerhalb des Nationalparks? Je nachdem müssen sich die Camps nämlich an gewisse Regulierungen halten. Innerhalb von Nationalparks sind zum Beispiel keine Buschpicknicks erlaubt, und auch keine nächtlichen Pirschfahrten oder Walking Safaris. Dafür sind im Schutzgebiet meist mehr Tiere angesiedelt, und es ist keine langwierige, rumplige Autofahrt zur Nationalparkgrenze von Nöten. Beides hat Vor- und Nachteile.

Reisetipp Glamping in Tansania Nasikia Mobile Camp Serengeti | Julia Malchow

Reist du mit Kindern und erlaubt das Camp Gäste unter 12 Jahren? In manchen Camps sind kleine Kinder nämlich nicht willkommen. Es gibt jedoch viele familienfreundliche Alternativen, mit angepasstem Safari-Programm und extra Vorsichtsmaßnahmen. Mehr zu meinen Tipps zur Safaris mit Kids findest du hier.

Wie erreichst du das Camp? Je abgelegener das Camp liegt, desto spektakulärer ist gegebenenfalls das Erlebnis. Mitten ins Nirgendwo muss man aber erst mal kommen. Viele Camps können mit dem Jeep erreicht werden, oftmals empfiehlt sich aber, auf Grund der weiten Strecken, ein Safariflugzeug zu chartern. Damit ist man noch viel schneller in der Wildnis. Es ist also durchaus interessant, ob das gewählte Camp in bequemer Nähe zu einer Busch-Landebahn liegt.

Ratgeber: Glamping in Tansania | Julia Malchow

2) Verhalten im Camp

Der Natur und den Tieren so nah zu sein hat seine Vorteile – aber auch Nachteile, denn natürlich birgt ein Zeltcamp umgeben von Tierherden und Großkatzen-Rudeln auch gewisse Gefahren. Deswegen ist es wichtig sich an ein paar Verhaltensregeln im Camp zu halten. Dazu zählt, gerade in offen strukturierten Camps, nachts nicht alleine zum Toilettenzelt zu laufen, und sich auch tagsüber am besten von einem Campmitarbeiter eskortieren zu lassen. Sicherheit steht hier wirklich an erster Stelle.

Reisetipp Glamping in Tansania The Retreat Selous Game Reserve | Julia Malchow

3) Reisedauer & Kombination

Je nachdem, wie langwierig die Anreise zum Camp ist, sollten zumindest 3-4 Nächte pro Camp eingeplant werden. Wer fliegt schon für eine einzelne Nacht ans andere Ende der Serengeti?

Besonders toll finde ich richtige Safari-Touren, wie diese durch die nördlichen Nationalparks, bei denen man von Camp zu Camp fährt oder fliegt, und überall ein paar Nächte verbringt. So kann man auch mehrere, und sehr unterschiedliche Nationalparks miteinander verbinden.

Reisetipp Glamping in Tansania Greystoke Mahale Camp Serengeti Camp | Julia Malchow

4) Meine liebsten Glamping-Camps in Tansania

Zum Abschluss würde ich euch gerne meine liebsten Glamping-Camps in Tansania vorstellen – vielleicht dient euch meine Auswahl ja als Anstoß endlich den Traum von Afrika wahr zu machen!

Greystoke Mahale am Tanganyika See

Das Greystoke Mahale ist eines der außergewöhnlichsten Camps in Tansania, direkt am Tanganyika See mit den regenwaldbewachsenen Mahalebergen stets im Blick. Auf eine klassische Jeepsafari musst du verzichten, denn es gibt keine Straßen oder Pisten, die hierhin führen. Boote sind die bevorzugten Fortbewegungsmittel, oder du wanderst. Vielleicht zu den Schimpansen hoch oben in den Bergen?

Reisetipp Glamping in Tansania Greystoke Mahale Camp Tanganyika See | Julia Malchow

Nasikia Mobile Camp in der Serengeti

Vor allem in der Serengeti erfreuen sich mobile Zeltcamps großer Beliebtheit, denn sie folgen den Migrationsbewegungen der großen Tierherden. 4 bis 5 mal pro Jahr zieht auch das Nasikia Mobile Camp um und bietet dabei stets Safariabenteuer pur!

Reisetipp Glamping in Tansania Nasikia Mobile Camp Serengeti | Julia Malchow

The Retreat im Selous Game Reserve

Das Selous Game Reserve ist UNESCO Weltkulturerbe und gilt als eines der ‘letzten Geheimnisse Afrikas’. Besonderes Highlight ist die Region um den Rufiji River, denn hier ist die Tierwelt ganz anders als in den nördlichen Nationalparks. Es gibt Krokodile und Spitzmaul-Nashörner, und natürlich auch Hippos. Und genau die kann man vom The Retreat besonders gut beobachten, denn sie gehören zum local Wildlife des Camps.

Reisetipp Glamping in Tansania The Retreat Selous Game Reserve  | Julia Malchow

Shumata Camp im Arusha Nationalpark

Zurück im Norden, liegt das Shu’mata Camp im Arusha Nationalpark. Das Camp gehört zu meiner Lieblingslodge, der Hatari Lodge, und ist sozusagen, die abenteuerliche Außenstelle für echte Romantiker. Die Safarizelte zählen zu den schönsten, die ich je gesehen habe – fast so aufwendig wie kleine Zirkuszelte – und die Aussicht auf den Kilimanjaro und Mount Meru ist unschlagbar.

Reisetipp Glamping in Tansania Shumata Camp Arusha Nationalpark   | Julia Malchow

Vorbei ist die Zeit des Zeltens mit ungemütlichen Schlafplätzen, feuchter Kleidung und nassen Füßen. Glamping vereint Luxus, Natur und Außergewöhnliches, und genau so soll eine Reise nach Tansania sein! Wenn dich jetzt die Reiselust gepackt hat, informiere dich gleich bei mavia soul travel, welches Glamping-Camp das richtige für dich ist!

*Alle zusätzlichen Fotos via Webseiten/Facebook-Seiten der erwähnten Camps.

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