Reisen heißt Pläne ändern

Ich dachte: mit Levi ist es besser, die Reiseroute geplant zu haben. An jedem Ort die Unterkünfte vorher gebucht zu haben. Wenn ich mir nun nach Zwei Dritteln unserer Reise anschaue, wie oft wir von dem einmal gefassten Plan abgewichen sind steht fest: auch mit Levi können und müssen wir uns treiben lassen.
Den Grund für die Hauptänderung der Route gab Levi vor: er war krank. Also mussten wir die kleine Expedition auf dem Frachtschiff zu den unterschiedlichen Inseln des Marquesa Archipels streichen. Da es Levi dann zum Glück sehr schnell wieder sehr gut ging hatten wir 10 Tage zur freien Verfügung. Und auf einmal Zeit: Irgendwo aufzuschlagen und länger zu bleiben, als wir es uns vorab vorstellen konnten. Und aus vermeindlichen Paradiesen nach 2 Tagen wieder abzuhauen, auch wenn wir vorab dachten, dass uns bei der Abreise das Herz brechen würde.
Ich denke, das liegt auch daran, dass der Dienstleister, der mich bei dieser Reise beraten hat nicht verstanden hat, was ich für ein Typ bin. Denn: weder in Brasilien, noch in Valparaiso, Zapallar oder der Osterinsel hatte ich dieses Gefühl: denn: da kenne ich mich aus. Da kennen meine Mitarbeiter sich aus. Da kenne ich die richtigen Partner vor Ort, die verstehen, wie ich ticke. Wie individuell Reisende ticken. Was uns gefällt (das Uxua, das Higueras, das Isla Secca) – und was nicht. Und in der Südsee war ich noch nie zuvor. Und irgendwie bin ich – obwohl ich ja aus der Reisebranche bin – den Marketingversprechen des resortigen Südseeparadieses aufgesessen. Der klassische Südseeurlauber denkt vermutlich resortig.
Wir hingegen lieben das Opoa Beach. Und eines ist sicher: auch in Französich Polynesien kann man individuell reisen. Beispielsweise morgen: Morgen brechen wir wieder für ein paar Tage aus unseren eigentlichen Plänen aus: Am Flughafen von Raiatea hatte ich einen Surfertypen mit einem Schild in der Hand gesehen: „Dreamyachtcharter“ stand drauf.
Und obwohl ich das Opoa Beach, Bird Island und die Kochkünste von Erics Frau liebe habe ich für ein paar Tage einen 12 Meter langen Katamaran gechartert, der uns in die einsame Welt der die Insel Tahaa wie Perlen verzierenden Motus hineinsegeln wird.
Ich bin wirklich aufgeregt!

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