Berg heil: Die schönsten Trekking-Routen in Ladakh

Auf Reisen möchte ich nicht nur abschalten, sondern auch immer etwas ganz besonderes erleben – abgelegene Orte entdecken, authentische und intime Einblicke erlangen, hautnah die Kultur erleben. Ich bin mir sicher, dir geht es da ähnlich? Eine Wanderreise, bei der man zu Fuß unterwegs ist und sich so einen Ort langsam selbst erschließen kann, ist da genau das Richtige. Kaum eine Region ist mir über die Jahre dafür so sehr ans Herz gewachsen wie Ladakh in Nord-Indien, und zwar weil man dort eben genau das kann: einprägsame Erlebnisse sammeln, die Seele baumeln lassen und dabei den Alltagsstress vergessen.

Die Möglichkeiten für Wander- und Trekkingreisen in Ladakh sind endlos – es gibt so viele Berge, Pässe und Täler zu entdecken, dass die Auswahl gar nicht so leicht fällt. Um euch aber die Entscheidung zu erleichtern, stelle ich euch einfach meine vier liebsten Trekkingrouten in Ladakh vor, die von leicht für Einsteiger bis zu anspruchsvoll für Bergprofis alles abdecken. Du siehst, Wandern in Ladakh ist ein Erlebnis, das für jeden geeignet ist!

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Für Einsteiger: Shakti Ladakh

Shakti Ladakh ist die perfekte Region um Trekking mit Kultururlaub zu verbinden, und atemberaubend schön ist es natürlich auch! Die traditionsreichen Dörfer laden zum Entdecken ein, und die Bewohner zeigen gerne, wie und wo sie wohnen und leben. Tagsüber spazierst du also durchs Dorf, bzw. von Dorf zu Dorf, und zu tibetischen Klöstern, und die Nächte verbringst du in authentisch tibetischen Village Houses. Die eindrucksvollen Gebirgsketten hast du immer vor der Haustür! Einer meiner Lieblingsorte ist Shey, wo du in einem über 100 Jahre alten Village House schlafen kannst. Im Palast des Dorfes befindet sich außerdem eine 12m hohe Buddha-Statue, die zweithöchste Ladakhs.

Oder auch das kleine Dorf Stok am Fuße des über 6.000m hohen Stok Kangri. Absolutes Highlight ist es hier mit dem Oberhaupt des Dorfes höchstpersönlich zu plaudern und zum Palast der Königsfamilie zu spazieren.

Berg heil: Die schönsten Trekking-Routen in Ladakh

Die Wanderungen sind wirklich total einfach, für Trekkingeinsteiger, die sich gemächlich an die körperliche Belastung der Höhenlage gewöhnen möchten, oder zur Akklimatisierung vor größeren Touren, ist eine Reise nach Shakti Ladakh also sehr empfehlenswert!

Durch die Wüste: Die Hunder-Schlucht

Hunder ist ein Ort, wie du ihn im Himalaya wahrscheinlich nicht vermutest: ein von Sanddünen umrundetes Dorf, zahlreiche Trampeltiere  und die schneebedeckten Berggipfel der Umgebung – so eine Wüste gibt es nicht oft. Der Weg hierhin führt 6 Tage lang von Phyang durch die Hunder-Schlucht. Zunächst führt die Route durch zerklüftete Felslandschaften und grüne Wiesen zum Lasermo La Basiscamp, von wo aus der Lasermo La Pass überwunden wird – mit 5.400m gehört diese Stelle auf jeden Fall zu den Highlights dieses Trekkings.

Berg heil: Die schönsten Trekking-Routen in Ladakh

Deine Ausrüstung wird von Lastponys getragen, sodass du nur einen Tagesrucksack selbst bewältigen musst – das gilt übrigens für alle nachfolgenden Routen. Übernachtet wird im Zelt. Ab dem Pass geht es dem Hunder-Strom entlang, vorbei an verschlafenen Dörfern und Yak- und Ziegenherden. In Hunder hast du dan noch die Möglichkeit eine Kamelsafari zu machen, und dabei ohne Anstrengung die Aussicht auf den 7.672m hohen Saser Kangri Peak zu genießen.

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Entlang Ladakh’s Highlights: Das Markha Valley & Co.

Die Trekkingroute durchs Markha Valley ist wie eine Aneinanderreihung der spektakulärsten Orte Ladakhs. 8 bis 9 Tage dauert das Trekking vom kleinen Ort Spituk bis nach Shangsumdo. Zunächst führt der Weg durch den Hemis Nationalpark, in dem unter anderem Schneeleoparden, Luchs, Murmeltiere und tibetische Wölfe leben und vielleicht deinen Weg kreuzen. In der Ferne tut sich die beeindruckende Stok-Gebirgskette auf, mit dem über 6.000m hohen Gipfel des Stok Kangri.

Berg heil: Die schönsten Trekking-Routen in Ladakh

Vorbei an Klöstern und Schreinen gelangst du am sechsten Tag zum Dorf Markha, das zwar nur aus etwa 25 Häusern besteht, damit aber das größte Dorf im Tal darstellt. Das Dorfleben ist authentisch intakt und du bekommst hautnahe Einblicke in die lokale Kultur. Von dort aus geht es weiter zum Nimaling Plateau auf 4.700m, auf dem angeblich das ganze Jahr über die Sonne scheint.

Absolutes Highlight zum Schluss ist zuerst die Überquerung des Kongmaru La Passes (5.150m), von wo aus du auf die Ladakh-Kette, über das Indus-Tal und bis ins tibetische Hochland sehen kannst, und auf der Rückreise, die Fahrt über die höchste befahrbare Straße der Welt, die sich über den Khardung La Pass (5.600m) schlängelt.

Berg heil: Die schönsten Trekking-Routen in Ladakh

6.000er gefällig? Der Stok Kangri

Die Route auf den Stok Kangri hat es in sich – einen 6.000er bezwingt man schließlich nicht alle Tage. Bis zum Nimaling Plateau ist alles relativ gleich wie beim Trekking durch das Markha Valley, allerdings geht es etwas flotter dahin, und du erreichst Nimaling bereits am fünften Tag. Hier kannst du erstmal verschnaufen, und am darauffolgenden Ruhetag Kraft für den Gipfelsturm sammeln.

Tags darauf geht es weiter nach Shangsumdo von wo aus dich ein Jeep nach Stok bringt. Der Aufstieg erfolgt dann auf drei Etappen: zum Mancarmo Camp (4.250m), zum Basecamp (5.020m) und natürlich auf den Gipfel. Der Gipfeltag beginnt sehr früh, so um 1 Uhr, denn nachts ist es einfacher auf dem Schnee zu gehen – die Sonne siehst du dann über den Wolken auf 6.150m aufgehen. Wahrlich traumhaft!

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Der Stok Kangri ist zwar technisch kein außerordentlich anspruchsvoller Berg, doch aufgrund der Höhenlage ist dieses Trekking nur für Wanderer mit einer gewissen bergsteigerischen Erfahrung zu empfehlen. Außerdem solltest du einige Tage zur Akklimatisierung einplanen, um deine Erfolgsaussichten zu steigern. Vielleicht ja ein paar Tage in Shakti Ladakh?

Berg heil: Die schönsten Trekking-Routen in LadakhUnd damit schließt sich der Kreis. Ladakh ist ein wahres Trekkingparadies mit zahlreichen Tälern, Schluchten, Gebirgsketten und Gipfeln, die erkundet werden wollen. Ob du nun Einsteiger bist, oder Voll-Profi, ist egal, denn es gibt für jeden die richtige Routen. Ich hoffe, meine Auswahl hat euch ein wenig inspiriert – vielleicht wollt ihr Ladakh und Indien ja auch bald selbst bereisen?

 

Zusätzliche Fotos: Kamelsafari – Elroy Serrao / Stok Kangri – Jörn Eriksson

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