Reisetipps Transsibirische Eisenbahn

Reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn buchen:

„Vergessen Sie das!“

So oder so ähnlich wollte die von mir kontaktierten Reiseveranstalter und Reisebüros mich von meinem Projekt, in 2 Wochen meine Reise mit Baby in der Transsibirischen Eisenbahn zu planen zu den Akten legen. Insbesondere ein Mann aus Berlin hat es dennoch möglich gemacht: Der unerschrockene Herr Haase.

3 Visa in 10 Tagen: Kein Problem, hatte er gesagt. Und auch die Zugtickets und meine Reiseetappe um den Baikalsee hat er für mich umgesetzt! Ein Mann, der extrem positiv aus der deutschen Servicewüste und dem hinsichtlich meines Vorhabens gerne zur Schau gestellten Bedenkenträgertumes hervorragte! Danke, Herr Haase, ohne Sie hätte ich nicht aufbrechen können! www.haase-touristik.de

Mehr zu meinen Reisevorbereitungen findet ihr hier…

Transsibirische Eisenbahn: Zug- und Routenwahl

Aufgrund der Horrorszenarien, die zahlreiche Transsibreiseveranstalter mir vor der Abreise insbesondere hinsichtlich der hygienischen und versorgungsseitigen (Restaurantwagen, haben die höher nummerierten Züge nicht) Situation im Zug schilderten, ist es, denke ich, mit Baby ratsam, einen Zug mit möglichst niedriger Zugnummer zu wählen. Also: auf der Moskauroute den Zug Rossia, auf der Petersburg-Route den Baikalexpress mit der Nummer 10.

Mit Baby oder Kind ist es sinnvoll, ein ganzes Abteil (also in der ersten Klasse 2 Plätze oder in der 2. Klasse 4 Plätze) zu buchen, um einen Rückzugsort zu haben, um Spielzeug liegen lassen zu können, um entspannt zu bleiben, auch wenn das Kind nachts laut ist.

Ich empfehle den Start der Transsibirischen Reise in Petersburg – die meisten Touristen starten in Moskau und so besteht beim Start in Petersburg eine gute Chance, gemeinsam mit Russen zu reisen und in Kontakt zu kommen und dadurch ein nochmal intensiveres Erlebnis.

Zum Erlebnis Transsibirische Eisenbahn gehört es unbedingt, sich eine längere Etappe am Stück im Zug aufzuhalten. Den Zug nur nachts zum Fahren zu benutzen und tags die Städte entlang der Route zu besuchen wir der Transsib nicht gerecht – finde ich.

Reiseart: Ich empfehle generell, nicht zu viele, sondern lieber wenige, dafür aber längere Stopps zu machen:

  • Erster Stopp: Irkutzk beziehungsweise der Baikalsee.
  • Zweiter Stopp: Ulan Batar, Mongolei.
  • Dritter Stopp: Peking.

Baikalsee

Am Baikalsee sollte man sich mindestens 5 Tage aufhalten, um mindestens 2 Orte kennenlernen zu können. Ohne mich zu langweilen könnte ich am Baikalsee 1o Tage und mehr verbringen.

Orte am Baikal:

Wohnen im Baikalchalet, auf eine authentische Art hochwertig und gemütlich, schöner Blick, leckeres Essen und vor allem: familiäre, herzliche Betreuung durch Tatiana und ihre Crew Aktivitäten: Rundfahrten mit dem Fischkutter, Wanderungen entlang der Küste Richtung Bolschije Koty, Rumhängen am Strand bei geräuchertem Omul und Bier, Aufstieg zum Tscherski Felsen, Rumhängen auf der Terrasse der Hafenkneipe gegenüber des Hotels Mayak bei gutem deftigen Essen und Bier

Wohnen im Baikalchalet bei Natascha: eine unglaubliche Frau mit sehr viel zu erzählen; Sehr leckere Küche durch Nataschas Tochter Nadia Aktivitäten: Wandern in beide Richtungen entlang der Küste und in den Wald hinter dem Chalet; am Strand oder auf dem Balkon sitzen und auf das Wasser schauen, Bolschije Koty ist ein wunderbarer Ort um nichts zu machen, ohne sich dabei schlecht zu fühlen

Ein unspannender Ort; Wohnen: Hotel Sayen, modernes designiges Hotel mit von feiernden Einheimischen besuchter Hotelpianobar (ist besser, als das jetzt klingt).

Mongolei

Die Routen der organisierten Mongoleireisen meiden: zu viel ungemütliches Auto- oder Busfahren, zu wenig Zeit für Erlebnis.

Beste Reisezeit mit Baby: Juli und August (wegen der nächtlichen Kälte)

Camps:

Am wunderbarsten hat mir das Jalman Meadows Camp und seine Umgebung gefallen. Im Khan Khenti Nationalpark gelegen, 90 Minuten vom vielbesuchten Terelj entfernt und doch mitten im Nichts. Unendliche Weite, grüne Hügel, in der Ferne eingerahmt von dramatischen Bergformationen. Sehr komfortables Jurtencamp, herzlich liebevolles Management. Hier ist Trekking mit Yakkart möglich: Du mietest einen Yak samt Karren, Guide und Koch, lädst eine mobile Jurte samt Ofen auf und kannst beliebig lang durch die mongolische Landschaft wandern, Deine Jurte aufbauen, wo Du Lust hast. Ein Traum.

Zum Ankommen oder zum verwöhnenden Ausklang einer Mongoleireise: modern interpretierte Jurten mit Strom und Elektroheizung, Glasfront und Badewanne. Gigantischer Blick in die mongolische Weite und auf die regelmäßig vorbeiratterde Transsibirische Eisenbahn in der Ferne. Ein wunderbarer Ort zum Nachspüren und Nichtstun, der seinen Preis hat, ihn aber wert ist.

Auf halbem Weg in die Wüste Gobi, Schwestercamp von Jalman Meadows, in von Felsen durchzogener Sandsteppe. Wie bei den Flaming Cliffs, nur ohne die anderen Touristen. Ich empfehle dringend die Anreise per Zug und nicht die stundenlange rumpelige Jeepfahrt – egal ob mit oder ohne Baby

Wüste Gobi: die Three Camel Lodge. Ich empfehle den Flug von Ulan Batar nach Dhalazadgad oder die Anreise per Zug und nur die letzte Etappe per Jeed. Bei Autofahrten in der Mongolei wird man zu schnell Opfer von mehrstündigen Entführungen :-) (mehr dazu hier…)

Peking

  • Wohnen: Opposite House
  • Aktivitäten: chillen im Opposite House, die Terrasse ist voll mit chinesischen Kreativen und Expatriates,
  • Art District 478,
  • skuries Erlebnis der anderen Art: Künstlerdorf Song Zuang,
  • Rinta Park: zum after shopping chillen oder wenn einem die Luft in Peking zu dünn wird,
  • Sanlitung: modernes und hippes Shoppen und Ausgehen; am besten hat mir die kleine hochwertige Mall zwei Häuser neben dem Opposite House gefallen, schöne Rooftopbars mit Aussicht, guter Replikamarket
  • Elektrokikschafahrt durch Peking bei Nacht,
  • das japanische Restaurant Bei im Opposite House

Great Wall

Tageswanderung von Jingshaling nach Simatai

Hotel Commune by the Great Wall mit Kindergarten Commune of the Children. Preisgekröntes Architekturdorf zum darin leben. Das Prinzip ist Housesharing, d.h. man hat ein Zimmer mit Bad und teilt sich Küche , Wohnzimmer und Terrassen mit anderen Gästen. Das Commune ist beliebte Feriendestination für Pekingchinesen und bietet eine tolle Chance, gemeinsam mit Chinesen zu wohnen und intensiv in Kontakt zu kommen. Das Stück unrenovierte Mauer ist klein aber beeindruckend; die renovierte Mauer überlaufen und mit disneylandigem Charakter

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